Klimaschutz einfach machen

100 %-Verband fordert PV-Ausbau durch Bürokratie-Abbau

Freiburg. Die 100 % GmbH Wirtschaftsverband Erneuerbare Energien Regio Freiburg fordert das Klimakabinett der Bundesregierung auf, im September endlich Beschlüsse zu fassen und die überbordende Bürokratie bei kleineren Solaranlagen abzuschaffen.

Viele Hausbesitzer sind bereit, etwas für den Klimaschutz zu tun, zumal selbst genutzter Solarstrom auch volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Bei der PV-Anlage auf dem eigenen Dach, deren Installation wenig Aufwand erfordert, kann Geld sicher, rentabel und sinnvoll investiert werden. Viele, insbesondere ältere Hausbesitzer, scheuen – und dies ist sehr gut nachvollziehbar – den mächtigen bürokratischen Aufwand. Neben diversen Anmelde- und Meldepflichten sind zahlreiche Erklärungen für das Finanzamt erforderlich. So müssen teilweise monatlich Umsatzsteuervoranmeldungen abgegeben werden, was nur elektronisch möglich ist.

Der Bürokratieverzicht erleichtert nicht nur die Investitionsentscheidung für den Klimaschutz, sondern rechnet sich auch für den Staat. Bei einer durchschnittlichen PV-Anlage von 5 kWp Leistung auf dem Privathaus kassiert der Staat im Durchschnitt von 20 Jahren pro Jahr einen unteren bis mittleren zweistelligen Betrag, der noch nicht einmal den Verwaltungsaufwand abgedeckt. Verbandsgeschäftsführer Ulrich Hummel: „Wer in seinem Garten drei Kirschbäume hat, die meisten Früchte selber isst, einige Kilo an seine Verwandten verschenkt und einige Körbe an seine Nachbarn verkauft, wird vom Staat auch nicht als landwirtschaftlicher Betrieb geführt, verwaltet und besteuert“. Deshalb fordert der Verband, PV-Anlagen bis zu 10 kWp Leistung auf Privathäusern als Privatangelegenheit einzustufen und nicht als Gewerbetrieb. Die Bürokratie muss auf die Anmeldung der Anlage beim Energieversorger und der Netzagentur beschränkt werden, was durch den Installateur erledigt werden kann.

Gemäß EU-Recht gibt es gegen die Freistellung von Eigenverbrauch und Bagatellverkauf keine Bedenken. Andere europäische Länder haben deshalb schon entsprechende Initiativen ergriffen. Wenn die Bundesregierung den Klimaschutz ernst nimmt, muss sie endlich aktiv werden.

Klimaschutz einfach machen

Wir fordern PV-Ausbau durch Bürokratie-Abbau

Der Wirtschaftsverband Erneuerbare Energien Regio Freiburg fordert das Klimakabinett der Bundesregierung auf, im September endlich Beschlüsse zu fassen und die überbordende Bürokratie bei kleineren Solaranlagen abzuschaffen.

Viele Hausbesitzer sind bereit, etwas für den Klimaschutz zu tun, zumal selbst genutzter Solarstrom auch volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Bei der PV-Anlage auf dem eigenen Dach, deren Installation wenig Aufwand erfordert, kann Geld sicher, rentabel und sinnvoll investiert werden. Viele, insbesondere ältere Hausbesitzer, scheuen – und dies ist sehr gut nachvollziehbar – den mächtigen bürokratischen Aufwand. Neben diversen Anmelde- und Meldepflichten sind zahlreiche Erklärungen für das Finanzamt erforderlich. So müssen teilweise monatlich Umsatzsteuervoranmeldungen abgegeben werden, was nur elektronisch möglich ist.

Der Bürokratieverzicht erleichtert nicht nur die Investitionsentscheidung für den Klimaschutz, sondern rechnet sich auch für den Staat. Bei einer durchschnittlichen PV-Anlage von 5 kWp Leistung auf dem Privathaus kassiert der Staat im Durchschnitt von 20 Jahren pro Jahr einen unteren bis mittleren zweistelligen Betrag, der noch nicht einmal den Verwaltungsaufwand abgedeckt. Verbandsgeschäftsführer Ulrich Hummel: „Wer in seinem Garten drei Kirschbäume hat, die meisten Früchte selber isst, einige Kilo an seine Verwandten verschenkt und einige Körbe an seine Nachbarn verkauft, wird vom Staat auch nicht als landwirtschaftlicher Betrieb geführt, verwaltet und besteuert“. Deshalb fordert der Verband, PV-Anlagen bis zu 10 kWp Leistung auf Privathäusern als Privatangelegenheit einzustufen und nicht als Gewerbetrieb. Die Bürokratie muss auf die Anmeldung der Anlage beim Energieversorger und der Netzagentur beschränkt werden, was durch den Installateur erledigt werden kann.

Gemäß EU-Recht gibt es gegen die Freistellung von Eigenverbrauch und Bagatellverkauf keine Bedenken. Andere europäische Länder haben deshalb schon entsprechende Initiativen ergriffen. Wenn die Bundesregierung den Klimaschutz ernst nimmt, muss sie endlich aktiv werden.

Die Gewinner des Georg Salvamoser Preises 2019 stehen fest

Georg Salvamoser Preis 2019 zeichnet vorbildhafte
regionale und globale Energiewendeprojekte aus.

ecoligo GmbH und Heidelberger Energiegenossenschaft
erhalten jeweils 10.000 Euro Preisgeld.
Einladung zur Preisverleihung am 16. Mai 2019 in
München mit Prof. Volker Quaschning und Dr. Franz Alt


Freiburg, den 7. Mai 2019: Die Gewinner des Georg Salvamoser Preises 2019
stehen fest. Aus zahlreichen Bewerbungen wählte die Jury in diesem Jahr zwei
unterschiedliche „Helden der Energiewende“. Die mit jeweils 10.000 Euro
dotierten Hauptpreise gehen an die Berliner ecoligo GmbH für ihr
Solarengagement in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie an die
Heidelberger Energiegenossenschaft eG für ihr integriertes energetisches
Quartierskonzept. Der Förderpreis JUNGE ENERGIE geht mit 5.000 Euro an den
Youtuber Klaus Russell-Wells.
Mit insgesamt 25.000 Euro Preisgeld ist der von der Stadt Freiburg und der Georg-
Salvamoser-Stiftung ausgelobte Preis einer der höchstdotierten deutschen
Umweltpreise. Die Preisverleihung findet am 16. Mai 2019 im Rahmen der
internationalen Messe Intersolar / The smarter E Europe in München statt. Für
einen Gastvortrag mit dem Titel „Energierevolution statt lauer Energiewende“
konnte der renommierte Energieexperte Prof. Dr. Volker Quaschning gewonnen
werden. Die Veranstaltung wird moderiert von Dr. Franz Alt.


Preisträger Markus Schwaninger, Martin Baart – ecoligo GmbH (10.000 €)
Ein großer Hemmschuh für den erforderlichen massiven Ausbau von Solarenergie
in Entwicklungs- und Schwellenländern ist das dort fehlende Kapital. Dieses
Problems haben sich Markus Schwaninger und Martin Baart von der Firma ecoligo
GmbH angenommen. Über Crowdfunding sammelt das junge Unternehmen Kapital
und investiert in größere Photovoltaikanlagen auf Universitätsgebäuden, Kliniken
oder Unternehmen unter anderem in Ghana, Kenia und Costa Rica. Wartung und
Anlagenüberwachung wird lokalen Fachbetrieben übertragen. Die
Gebäudebetreiber beziehen den Solarstrom vom eigenen Dach deutlich günstiger
als Strom aus dem Netz.
Die Jury war sich einig: „Mit ihrem Projekt zeigen Markus Schwaninger und Martin
Baart vorbildhaft, dass der dringend notwendige Ausbau der Solarenergie in
Entwicklungs- und Schwellenländern rasch und professionell möglich ist. Indem sie
für Installation und Wartung der Anlagen lokale Unternehmen einbinden, schaffen
sie auch attraktive Arbeitsplätze vor Ort – ein wichtiger Beitrag zur
Fluchtvorbeugung.“

Preisträger Heidelberger Energiegenossenschaft (10.000 €)
Für ein Wohnquartier mit insgesamt 45 Mietwohnungen hat die HEG Heidelberger
Energiegenossenschaft eG ein integriertes Energiekonzept zur Erzeugung und
Nutzung von Solarstrom entwickelt. Die Photovoltaikanlagen auf dem Dach der
ehemaligen Kasernenwohnungen haben eine Leistung von 67 kWp. Der erzeugte
Solarstrom gelangt über eine Ringleitung ohne Umwege direkt zu den Mieterinnen
und Mietern. Ein Quartier-Stromspeicher mit 12 kWh Speicherkapazität puffert die
Stromspitzen, ein Elektroauto des lokalen Carsharing-Anbieters wird über eine E-
Tanksäule mit Sonnenstrom von den Dächern des Quartiers geladen. Auch für die
effiziente Nutzung der erneuerbaren Energie ist gesorgt. So wurden den Mietern
besonders verbrauchsarme Kühlschränke, Kochherde sowie – in einem
Gemeinschafts-Waschraum – hoch effiziente Waschmaschinen zur Verfügung
gestellt.
„Dass Klimaschutz und kostengünstiger Wohnraum sich nicht widersprechen, zeigt
die Heidelberger Energiegenossenschaft mit ihrem Projekt. Mutig und in
vorbildhafter Weise setzen sie auch technische Neuentwicklungen wie
Stromspeicher und Elektromobilität ein und beweisen, dass die mieterfreundliche
urbane Energiezukunft im Quartier beginnt“, so die Jury in ihrer Begründung.


Förderpreis „Junge Energie“ (5.000 €) für den Youtube-Kanal „Joul –Energiewende & Nachhaltigkeit“
Wie auch komplexere Energiefragen anschaulich und kurzweilig erklärt werden
können, zeigt der Youtuber Klaus Russell-Wells. Auf seinem Kanal „Joul –
Energiewende & Nachhaltigkeit“ erklärt er in kurzen Clips unterhaltsam und doch
informativ den Kohleausstieg, Stromspeicher, Heizungsthermostate oder die
Entwicklung der Strompreise. Selbst das Thema Sektorenkopplung bringt der
Ingenieur für Energie- und Umwelttechnik in eine allgemeinverständliche Form.
18.000 Abonnenten und 800.000 Aufrufe hat er mit seinen engagierten und
werbefreien Videos schon erzielt.
Die Jury: „Soziale Medien sind für junge Menschen ein wichtiger Ort, sich zu
informieren und ihre Meinung zu bilden. Klaus Russel-Wells zeigt mit den
Klickzahlen auf seinem Youtube-Kanal „Joul“ auf eindrucksvolle Weise, wie durch
eine sachlich-unprätentiöse und dennoch kurzweilige Präsentation komplexer
Energiethemen großes Interesse auch bei jungen Menschen hergestellt werden
kann.“


Die Gewinner des Georg Salvamoser Preises 2019 werden am 16. Mai 2019 um
16.30 Uhr auf der Messe Intersolar/The smarter E Europe in München prämiert

(Halle B3, Stand B3.570).

Durch die Veranstaltung führt der bekannte
Fernsehjournalist Dr. Franz Alt. Als Key-Speaker konnte der renommierte
Energieexperte Prof. Dr. Volker Quaschning gewonnen werden. Volker Quaschning
ist Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und
Wirtschaft (HTW) in Berlin und hat verschiedene Szenarien entwickelt, wie eine
regenerative Vollversorgung in Deutschland realisiert werden kann. In seinem
Vortrag mit dem Titel „Energierevolution statt lauer Energiewende!“ wird er
konkrete Lösungen aufzeigen.


Der Georg Salvamoser Preis

2019 hat die Stadt Freiburg zusammen mit der Georg-Salvamoser-Stiftung zum
nunmehr sechsten Mal den mit 25.000 Euro dotierten Georg Salvamoser Preis
ausgelobt. Zahlreiche Einzelpersonen, Unternehmen, Genossenschaften und
Vereine aus dem gesamten deutschsprachigen Raum haben ihre Bewerbungen
eingereicht.
Gewidmet ist der Preis dem Freiburger Solarpionier Georg Salvamoser (1950 –
2009), der sich zeitlebens für eine hundertprozentige Versorgung aus erneuerbaren
Energien einsetzte und unter anderem die Freiburger Solar-Fabrik gründete.
Die Georg-Salvamoser-Stiftung dankt allen Sponsoren für ihre Spenden und
Sachleistungen, ohne die diese Preisverleihung nicht möglich wäre:
– M10 Industries AG
– Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG
– Solar Promotion GmbH
– Wirtschaftsverband 100 Prozent Erneuerbare Energien Regio Freiburg
– Stiftung viamedica, Prof. Dr. Franz Daschner
– Seven2one Informationssysteme GmbH
– triolog – kommunikation mit energie


Weitere Informationen und Pressebilder auf
www.georg-salvamoser-preis.de

Mut und Engagement für mehr Klimaschutz gesucht!

Der Georg Salvamoser Preis zeichnet auch 2019 wieder Heldinnen und Helden der Energiewende aus.

25.000 Euro Preisgeld ausgelobt

Die Gewinner des Georg Salvamoser Preis 2018 (Quelle: triolog)

Freiburg, den 28.12.2018. Auf der Klimaschutzkonferenz COP 24 in Kattowitz wurde klar, dass die bisherigen Maßnahmen bei weitem nicht ausreichen, um die globale Erwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Umso mehr kommt es jetzt auf engagierte Menschen in Vereinen, Firmen und Kommunen an, die die Energiewende voranbringen. Um dieses Engagement für eine zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen gespeiste Energieversorgung zu würdigen, lobt die Georg-Salvamoser-Stiftung mit der Stadt Freiburg auch 2019 wieder den mit 25.000 Euro dotierten Georg Salvamoser Preis aus. Bewerbungen sind ab 10. Januar 2019 auf www.georg-salvamoser-preis.de möglich.

Bewerben können sich Institutionen und Einzelpersonen, Unternehmen und Kommunen, Vereine und Projektgruppen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Die Jury würdigt, welchen Beitrag das eingereichte Projekt zu einer vollständigen Versorgung aus regenerativen Energien leistet. Des Weiteren zählt der Innovationsgrad – kreative Lösungsansätze, die über existierende Standardmodelle hinaus weisen, sind gefragt. Auch der Vorbildcharakter der Projekte ist ein wichtiges Kriterium für die Jury. Und nicht zuletzt wird auch das Durchhaltevermögen gewertet, mit dem die Bewerber ihre Projekte zum Erfolg gebracht haben.
Speziell für junge Unternehmen, Start-ups, Schulklassen oder Jugendgruppen verleiht die Jury den Sonderpreis JUNGE ENERGIE. Von den 25.000 Euro Gesamtpreisgeld sind hierfür 5.000 Euro reserviert. 

Kreative Köpfe gefragt

„Die Energiewende braucht kreative Ideen“, sagt Jurymitglied Carolin Salvamoser von der Georg-Salvamoser-Stiftung. „Die Leidenschaft, die hinter den Ideen steckt und die Menschen dazu bewegt, ihren Weg gegen alle Widerstände zu verfolgen, ist für uns preiswürdig.“
Die auf der Webseite www.georg-salvamoser-preis.de präsentierten Preisträgerinnen und Preisträger der vergangenen Jahre zeigen, wie breit das Spektrum an engagierten Menschen ist. So gewann 2018 mit PVplug eine Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS), die sich zielstrebig für „Guerilla-Strom vom Balkon“ durch die bürokratischen Gremien kämpfte. 2017 konnte das mittelständische Unternehmen Monte Ziego aus Teningen die Jury mit seiner rundum nachhaltigen Käseproduktion überzeugen. Den Sonderpreis JUNGE ENERGIE erhielt 2018 die „Energieschule“ des Münchner Vereins Green City Energy e.V., die Kinder und Jugendliche mit ihren Projekten für die Themen Erneuerbare Energien und Klimaschutz sensibilisiert.
„Wir freuen uns auch in diesem Jahr wieder auf eine Vielzahl preiswürdiger Projekte“, betont Stiftungsgeschäftsführerin Maria Salvamoser. „Die Bewerbungen der vergangenen Jahre machen Hoffnung, dass es überall Menschen gibt, die sich auf dem Weg zur Energiewende trotz weiterhin schwieriger politischer Rahmenbedingungen nicht aufhalten lassen.“ 

Wer war Georg Salvamoser?

Der Freiburger Solarpionier Georg Salvamoser (1950 – 2009), dem der Preis gewidmet ist, war ein Mensch mit einer Vision. Unermüdlich trieb er den Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region Südbaden voran – ohne zuallererst auf die Rendite zu schielen, aber dann auch mit großem wirtschaftlichem Erfolg.
Für Freiburgs Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik ist das Erbe Georg Salvamosers nach wie vor vorbildhaft. „Dass Freiburg eine Vorreiterrolle im Klimaschutz hat, verdanken wir auch Menschen wie Georg Salvamoser. Es ist der Mix aus innovativen technologischen Ideen und der Hartnäckigkeit, sie auch umzusetzen, der für eine zukunftsweisende Klimaschutzpolitik entscheidend ist.“
Die Stadt Freiburg unterstützt daher den Georg Salvamoser Preis seit Jahren und lobt ihn gemeinsam mit der Georg-Salvamoser-Stiftung aus.

Bewerbungen ab 10. Januar möglich

Das Online-Bewerbungsportal ist ab dem 10. Januar 2019 geöffnet. Informationen zu den Teilnahmerichtlinien, Auslobungskriterien, bisherigen Preisträgern und vielem mehr finden sich jetzt schon auf www.georg-salvamoser-preis.de.
Die Preisverleihung findet am 16. Mai auf der internationalen Fachmesse INTERSOLAR in München statt, die von der Freiburg Wirtschaft, Touristik und Messe FWTM mitveranstaltet wird.

Dies ist eine Pressemitteilung von
triolog – kommunikation mit energie
Erbprinzenstr. 18
79098 Freiburg
Jürgen Leuchtner, Karin Jehle
E-Mail: jehle@triolog-web.de