Wirtschaftsverband 100 Prozent Erneuerbare Energien

Wirtschaftsverband 100 Prozent Erneuerbare Energien

Newsletter Dezember 2014

 

Inhalt

• Editorial

• EWS-Kampagne: Kein Geld für Atom – Stoppt Brüssel!

• Neu: Stellenbörse

• Weihnachtsgruß und -dank

• Termine

---

Liebe wahre Unterstützer und Antreiber der regionalen Energiewende, liebe Klimaschutzfreunde,

„Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.“ Dieser bekannte Spruch trifft auf die deutsche Energiewende zu wie kaum ein anderer. Sie hat viele echte Freunde und leider auch viele falsche.

Zu letzteren gehören zwei hochrangige Vertreter der Bundesregierung, die vor kurzem in Freiburg waren: Zur Feier des 65. Geburtstags unseres Kurators Eicke Weber Ende Oktober war der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Rainer Baake im Konzerthaus; einige Tage später redete Peter Altmaier, der ehemalige Bundesumweltminister und jetzige Kanzleramtsminister, auf dem badenova-Zukunftsforum in Merzhausen.

Beide Vertreter der GroKo gaben kund, man habe mit dem EEG 2014, das am 1. August in Kraft getreten ist, alles richtig gemacht. Über die Konsequenzen für den Klimaschutz sprachen beide nicht, auch zu den zigtausend verlorenen Arbeitsplätzen in der Solarwirtschaft und dem drohenden Abbau weiterer zukunftsfähiger Arbeitsplätze in der Erneuerbaren Energiewirtschaft herrschte beredtes Schweigen. Man habe Planungssicherheit geschaffen behaupteten die Regierungsvertreter – das Gegenteil sei der Fall, konterten die jeweiligen Mitdiskutanten auf dem Podium zurecht (mit Staatssekretär Baake diskutierten u.a. die Professoren Claudia Kempfert, Uwe Leprich und Peter Hennicke; mit Peter Altmaier u.a. Offenburgs Oberbürgermeisterin Edith Schreiner, Landesumweltminister Franz Untersteller und Gastgeber Dr. Thorsten Radensleben).

Ständig und überall reden die Herren Altmaier und Baake, die Kanzlerin und Sigmar Gabriel davon, dass sie die Energiewende in Deutschland wollen und den richtigen Weg kennen. Aber zugleich blockieren und bremsen sie mit ihrem eigentlichen Handeln eben diese Energiewende, wo es nur geht. Zudem nutzen sie jede Gelegenheit, die Energiewende mit scheinheiliger Besorgnis a la „Können unsere ärmeren Mitbürger sich das leisten?“ schlechtzureden. Was die eigentliche Hauptaufgabe der Regierungspolitik betrifft, einen verlässlichen Rahmen für den Systemumbau der deutschen Energieversorgung (Netze, Speicher, Anlagen) zu schaffen, herrscht schon lange Stillstand. Diese Pseudo-Unterstützung durch die falschen Freunde der Energiewende ist kontraproduktiv, denn sie schafft nur Verunsicherung.

Wir brauchen aber Sicherheit: Investitionssicherheit, sichere Arbeitsplätze, eine sichere Energieversorgung und die Gewissheit, dass wir den Klimaschutz ernsthaft angehen.

Sorgen wir von Deutschland aus, dass unsere Welt 2015 sicherer wird, die Anstrengung lohnt sich!

In diesem Sinne sonnige Grüße,

Per Klabundt
Geschäftsführer
Wirtschaftsverband 100 Prozent

---

EWS-Kampagne: Kein Geld für Atom – Stoppt Brüssel!

Der Wirtschaftsverband 100 Prozent unterstützt die Kampagne „Kein Geld für Atom - stoppt Brüssel!“ seines Gründungsmitglieds und Gesellschafters Elektrizitätswerke Schönau eG (EWS) und ruft alle EU-Bürgerinnen und EU-Bürger dazu auf, die Kampagne persönlich zu unterstützen.

Der Protest richtet sich gegen die Entscheidung der alten EU-Kommission im Oktober 2014, der britischen Regierung eine Ausnahmegenehmigung zur Atombeihilfe zu erteilen. Die neue EU-Kommission wird aufgefordert, diese auch aus unserer Sicht skandalöse Entscheidung zurückzunehmen. Weitere Informationen und Kommentare dazu finden Sie in unserem Oktober-Newsletter und im folgenden EWS-Aufruf:

Machen Sie mit!
Der Energiekonzern Electricité de France (EdF) will im englischen Hinkley Point eines der größten Atomkraftwerke der Welt bauen. Finanzierbar ist das Projekt aber nur mit massiven Subventionen durch die britische Regierung, die klar gegen EU-Wettbewerbsrecht verstoßen. Die vorhergehende EU-Kommission hat in ihrer vorletzten Sitzung diese Atombeihilfen genehmigt.

Diese skandalöse Entscheidung öffnet dem Bau neuer Atomkraftwerke in Europa Tür und Tor. Die österreichische Regierung will beim Europäischen Gerichtshof dagegen klagen, die EWS haben direkt bei der EU-Kommission Beschwerde eingelegt.

Doch nur wenn der Druck der Bürgerinnen und Bürger höher wird als der Einfluss der Atomlobby, können wir die neu ernannte EU-Kommission dazu bewegen, die Fehlentscheidung zurückzunehmen. Der Beschwerdeweg steht jeder EU-Bürgerin und jedem EU-Bürger offen und ist ohne Kostenfolgen. Schließen Sie sich unserer Beschwerde an – oder formulieren Sie eine eigene Beschwerde –  und fordern Sie mit uns: Kein Geld für Atom – Stoppt Brüssel! (Hintergrundinformationen zur Kampagne)

---

Neu: Stellenbörse

Wir möchten Sie erneut auf unser Serviceangebot für unsere Verbandsmitglieder aufmerksam machen. Auf unserer Webseite haben wir eine Stellenbörse eingerichtet. Hier stellen wir zukünftig gerne Stellenangebote unserer Verbandsmitglieder ein:

http://www.wee100prozent.de/jobboerse/

Stellensuchende, die eine berufliche Aufgabe im Bereich der Energiewende suchen, bieten wir an, Ihre Lebensläufe in einem internen Job-Newsletter an unsere Verbandsmitglieder zu senden.

---

Weihnachtsgrüße und Dank für 2014

Sehr geehrte Gesellschafter, Verbandsmitglieder, Kuratoren und Beiräte des Wirtschaftsverbands 100 Prozent Erneuerbare Energien, liebe Freunde und Unterstützer der regionalen Energiewende,

wir wünschen Ihnen – auch im Namen unseres Aufsichtsrats – frohe Festtage und einen guten Rutsch ins Jahr 2015! In unsere guten Wünsche schließen wir Ihre Familien und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein.

Für die gute Zusammenarbeit und die gemeinsame Arbeit auf dem mitunter dornigen Weg zu 100 % Erneuerbare Energieversorgung in unserer Region bedanken wir uns herzlich! Wir wollen auch im sechsten Jahr unseres Verbandes mit Ihnen unsere gemeinsamen Interessen vertreten und die Energiewende vor Ort gestalten.

Viele von Ihnen sehen wir sicher auf den Neujahrsempfängen der IHK (Montag 12. Januar) und der Stadt Freiburg (Mittwoch 14. Januar) im Konzerthaus Freiburg. Wir freuen uns darauf, dort und bei anderen Gelegenheiten auf den gemeinsamen Weg 2015 anzustoßen.

Unsere Geschäftsstelle geht am 23. Dezember in die Weihnachtsferien und ist für Sie ab dem 8. Januar wieder da.

Sonnige Grüße,  

Ihr Geschäftsstellen-Team des WEE 100 % im Solar Info Center

Per Klabundt und Ann-Marie Hollinger

---

Termine

Montag, 12. Januar Neujahrsempfang der IHK Südlicher Oberrhein (Anmeldung bei der IHK erforderlich), Konzerthaus Freiburg, Einlass 17 Uhr, Beginn 18 Uhr

Mittwoch 14. Januar Neujahrsempfang der Stadt Freiburg (Anmeldung bei der Stadt sinnvoll), Konzerthaus Freiburg, Beginn 18 Uhr

Freitag 27. Februar bis Sonntag 1. März Messe Gebäude.Energie.Technik (GETEC 2015), Neue Messe Freiburg, täglich 10 bis 18 Uhr

Weitere Veranstaltungen zum Thema Energie finden Sie in unserem Terminkalender:
http://www.wee100prozent.de/termine/

---

Newsletter

Diesen Newsletter dürfen Sie selbstverständlich an Kollegen, Freunde und Bekannte weiterleiten. Wollen Sie diesen Newsletter in Zukunft nicht mehr erhalten, klicken Sie bitte unten auf den Link "Newsletter abbestellen".