Sauberer Strom aus Südbaden ist wirtschaftlich

P R E S S E M I T T E I L U N G

Freiburg, 3. April 2017

Die verbrauchsnahe Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien ist volkswirtschaftlich überlegen.

 

Gegner der Energiewende haben sich in den letzten Monaten vermehrt unwissend und unqualifiziert über die Wirtschaftlichkeit dezentraler Stromproduktionsanlagen ausgelassen. Jüngst fühlte sich sogar ein Wanderverein aufgerufen, zur Wirtschaftlichkeit von Windenergieanlagen im Schwarzwald Stellung zu nehmen.

Der Wirtschaftsverband 100 Prozent Erneuerbare Energien möchte die öffentliche Diskussion nachfolgend mit Fakten anreichern: Strom aus modernen Windenergie- und Photovoltaikanlagen weist Produktionskosten von aktuell 6 bis 10 Cent pro Kilowattstunde auf, der aus Wasser- und Biomasse geringfügig höhere Werte. Die durchschnittlichen Produktionskosten von Neuanlagen im Bereich erneuerbarer Energie liegen in unserer Region deutlich unter den Kosten neuer Öl-, Gas-, Kohle- oder Atomkraftwerke.

Eine verbrauchsnahe, dezentrale Erzeugung von klimafreundlichem Strom ist auch volkswirtschaftlich deutlich überlegen. Der hier erzeugte Strom wird vor Ort verbraucht, da Baden-Württemberg ein Stromimporteur ist. Zwar weisen große Anlagen an besonders günstigen Standorten etwas geringere Produktionskosten aus – den etwas niedrigeren Erzeugungskosten stehen allerdings weit höhere Transportkosten gegenüber. So treten aus physikalischen Gründen beim Transport von Strom über weite Strecken, zum Beispiel von der deutschen Nordseeküste nach Südbaden sowie wie beim Hoch- und Runtertransferieren unterschiedlicher Spannungsebenen immer Verluste auf. Der Transport selbst, aber auch Maßnahmen bei Netzengpässen kosten pro Kilowattstunde Strom mehrere Cent. Zudem sind in eine volkswirtschaftliche Rechnung auch Sicherheitsaspekte einzubeziehen: Sollte zukünftig die Stromversorgung ganzer Landesteile von einigen wenigen und schwer zu schützenden Stromtrassen abhängen, dann würden sich erhebliche Risiken ergeben.

Der Geschäftsführer des Wirtschaftsverbands 100 Prozent Erneuerbare Energien bringt es auf den Punkt: „Aus wirtschaftlicher Sicht bieten neben den günstigeren Kosten einer verbrauchsnahen Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien auch die regionale Wertschöpfung beim Bau und Betrieb, zusätzliche Steuereinnahmen und die Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze vor Ort große Vorteile. Deshalb setzen wir aus ökologischen und ökonomischen Gründen auf den raschen Ausbau der Regenerativen Energien in Südbaden.“

EEG-Novelle 2017 verabschiedet

EEG 2017 in Kraft

Das EEG 2017 ist seit dem 1. Januar in Kraft.

Mit dem Mitte 2016 novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetz deformierte die schwarz-rote Bundesregierung einmal mehr das ursprünglich sehr einfache und innovative Gesetz zur Förderung von Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energiequellen.

Den Gesetzestext des aktuellen EEG finden Sie hier: http://www.gesetze-im-internet.de/eeg_2014/BJNR106610014.html#BJNR106610014BJNG000100000

Das EEG 2017 widerspricht mit seinen Ausbaukorridoren und Deckelungen direkt den Zielen des Pariser Klimaabkommens vom 12. Dezember 2015 und auch den deutschen Klimaschutzzielen.

Was man in Deutschland alles tun müsste, um wenn nicht das 1,5-Grad-Ziel, so zumindest das 2-Grad-Ziel zu erreichen, verdeutlicht und präzisiert eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie. Die Kurzstudie des NewClimate-Institute zeigt sehr gut auf, welche Aufgaben jetzt rasch und konsequent anzugehen sind, um das noch erreichbare 1,5-Grad-Ziel zu schaffen und welche Maßnahmen für das 2-Grad-Ziel nötig sind.

Download (PDF, 865KB)

EEG-Novellierung 2016: Nach dem Abwürgen der Energiewende im PV-Bereich ist jetzt der Wind im Visier Gabriels

Nach dem Zeitplan des Bundeswirtschaftsministers sollte jetzt, Anfang Februar, bereits der erste Gesetzesentwurf des EEG 2016 vorliegen. Die Eckpunkte der EEG-Novellierung liegen ja auch bereits seit Ende letzten Jahres vor; bis Sommer 2016 sollen die Pläne von Sigmar Gabriel dann in Gesetzesform verabschiedet werden, damit noch Ende 2016 die ersten Ausschreibungen für Wind-Projekte erfolgen können. Hier die Präsentation des Ministeriums:

Download (PDF, 80KB)

Eine fundierte, grundsätzlich aber auch im Detail ansetzende Kritik am Kurs der schwarz-roten Bundesregierung liegt ebenfalls vor, die zu den einzelnen Maßnahmen Stellung bezieht. Die Kritik kommt von einem breiten Bündnis vieler Bundesländer, Verbände und Initiativen bis hin zum DGB. Hier exemplarisch das Positionspapier des Bündnisses Bürgerenergie, das die ablehnenden Stimmen gut zusammenfasst:

Download (PDF, 185KB)

Wir werden Sie auf dem Laufenden halten, erste Kampagnen starten jetzt.

Dringender Bürgerenergie-Appell: Ausschreibungen für Bürgerenergie? Nicht mit uns! Unterschreiben auch Sie!

Newsletter November 2015

Liebe Mitglieder und Freunde des Wirtschaftsverbands 100 Prozent,

es heißt: Alles Gute kommt von oben. Stimmt das? Im Falle der Energiewende ganz sicher nicht. Es ist nicht die Versammlung der Staaten auf UN-Konferenzen oder die EU-Kommission, es sind nicht die Regierungen in der westlichen Welt oder die großen Konzerne, welche die Entwicklung beim Thema Energiewende und Klimaschutz vorantreiben. Es sind vielmehr einzelne Bürger, Initiativen, kleine Firmen sowie die Städte und Gemeinden weltweit, welche die entscheidenden Impulse setzen. Von unten, vor Ort, im Kleinen ändern sich die Verhältnisse des global village. Deshalb ist der Wirtschaftsverband 100 Prozent seit über sechs Jahren regional aktiv in der Solarregion Freiburg, die sich langsam zu einer 100%-Region weiterentwickelt. weiterlesen…

Inhalt

  • Editorial
  • Neumitglied Enit Energy IT Systems GmbH
  • Mit der App “LED-Navi” Strom und Geld sparen
  • Bericht von der Energietour 4-2015: Dämmung
  • Bericht vom Netzwerkabend am 14. Oktober
  • Unternehmensnachrichten: das greenTec-Magazin 2016/17 ist da
  • Termine

 

Das neue SC-Stadion: Mit Energie in die Champions League

P R E S S E M I T T E I L U N G

Für den SC ist es ein Traum: in der Champions League spielen! Energetisch könnte der Sport-Club Freiburg mit dem neuen Stadion am Wolfswinkel in die Champions League aufsteigen – mit einem Stadion der Zukunft. Davon ist der Wirtschaftsverband 100 Prozent Erneuerbare Energien Regio Freiburg überzeugt. Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Markowsky: „Die beiden wichtigsten Player SC und Stadt Freiburg haben ihr Interesse sowie ihre Unterstützung signalisiert und der WEE 100 % bietet seine Fachkompetenz in Energie- und Nachhaltigkeitsfragen an“.

Mit dem Slogan „Heimat. Leidenschaft. Zukunft.“ hat der Sport-Club erfolgreich beim Bürgerentscheid im Februar 2015 für sein Stadionneubauprojekt geworben. Der Neubau, seine Finanzierung und der Standort sind damit beschlossene Sache. In den nächsten Jahren kann ein für die ganze Region wichtiges, symbolträchtiges und – sofern es richtig angepackt wird – zukunftsweisendes Neubauprojekt entstehen.

Aufbauend auf der langen Tradition eines umweltfreundlichen SC-Stadions und einer engagierten Bürgerbeteiligung will der Wirtschaftsverband 100 % Erneuerbare Energien mit seinen Mitgliedern am neuen Standort im Freiburger Westen zu einem klimaneutralen Stadion beitragen, das sämtlichen Effizienzgesichtspunkten gerecht wird und mehr Energie aus erneuerbaren Energien produziert, als es verbraucht.

„Selbstverständlich“, so der Geschäftsführer des Verbandes, Per Klabundt, „müssen Aspekte wie die umweltfreundliche Anreise der Fans bei Heimspielen oder die Abfallvermeidung genauso einbezogen werden wie z.B. Fair Trade-Aspekte bei den Fanartikeln oder ein auf regionalen und Bio-Produkten basierendes Catering. Bau und Betrieb sollen nachhaltig sein.“

Die Mehrinvestitionen, die ein klimaneutrales Stadion verursacht, stellen langfristig eine rentable Investition dar und können somit auch über Bürgerbeteiligungen finanziert werden. Dies schafft nicht nur eine verstärkte Bindung zwischen Bürgern, Fans und Verein, sondern strahlt über eine entsprechende Kommunikationsstrategie auch auf die Stadionbesucher sowie auf die ganze Stadt und das Umland ab. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Dieter Seifried weist hierbei auf einen interessanten Nebeneffekt hin: „Der SC wird bei der Finanzierung des Stadion durch die Bürgerbeteiligung entlastet und gleichzeitig erhöhen die mittelständischen Unternehmen die regionale Wertschöpfung.“

Profi-Fußball ist heute eine gesellschaftlich wichtige Komponente und sollte gerade in der Green City dazu genutzt werden, um die Fans und die Bevölkerung im Hinblick auf den Klimaschutz anzusprechen und einzubinden.

Der Stadionneubau bietet große Chancen, um die bereits vorhandenen Ansätze zu intensivieren und neue Wege zu gehen. Die Mitgliedsunternehmen des WEE 100 % würden gerne erstklassigen Fußball in einem erstklassigen Stadion sehen und sich dafür einsetzen, dass das neue SC-Stadion in der Champions League spielt. Ein Stadion, das den Sympathieträger SCF in der Solarregion Freiburg als innovatives, zukunftsfähiges und umweltbewusstes Unternehmen präsentiert. Ein Stadion, das, auch über Bürgerbeteiligungsmodelle für Energieanlagen, Identität stiftet.

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!

P R E S S E M I T T E I L U N G
Der Wirtschaftsverband 100 Prozent Erneuerbare Energien (WEE 100%) kritisiert den Gemeinderatsbeschluss zum Bau des neuen FWTM-Verwaltungsgebäudes als völlig falsche Entscheidung. Es ist aus Sicht des Wirtschaftsverbands 100 Prozent zum einen ein fatales Signal, wenn man dem eigenen Anspruch als Green City nicht gerecht wird. Und es ist zum anderen schlichtweg falsch, dass sich ökologischere und energieeffizientere Lösungen nicht rechnen.
Die städtische Tochter Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) plant ihr eigenes neues Verwaltungsgebäude nur nach dem Freiburger Baumindeststandard zu errichten (KfW-70-Effizienz-Standard). Der Gemeinderat hat vorgestern der Investition und damit der Planung der FWTM zugestimmt. Ein weitergehender Antrag der grünen Fraktion zusammen mit den Fraktionen JPG und FL/FF, das neue FWTM-Verwaltungsgebäude am Flugplatz im Passivhausstandard oder gar Plusenergiestandard zu errichten, wurde mit großer Mehrheit abgeschmettert. Der Argumentation des Finanzbürgermeisters Otto Neideck folgend lehnten die Gemeinderatsfraktionen von CDU, SPD, FDP und Freien Wählern einen besseren energetischen Standard geschlossen aus Kostengründen ab.
Der WEE 100 % beurteilt diese Entscheidung äußerst kritisch: Die FWTM hat auf den Expos in Hannover und Shanghai für unsere Green City Freiburg geworben mit dem Argument, hier gingen Ökologie und Ökonomie eine zukunftsfähige Verbindung ein, zum Wohle der regionalen Wertschöpfung und des Klimaschutzes. Nun werden anlässlich des FWTM-Neubaus längst widerlegte Ansichten hervorgekramt: Energieeffizienz sei teuer und nutze wenig. Als Betreiber des Green City Clusters argumentierte die Freiburger Wirtschaftsförderung genau umgekehrt.
Geschäftsführer Per Klabundt betont: „Glauben die Verantwortlichen ihren eigenen
Argumenten nicht, dass sich grüne Wirtschaft rechnet, Arbeitsplätze schafft und nachhaltige Investitionen ermöglicht? Die Stadt und ihre Töchter müssen vorbildlich bauen, d.h. so, dass der FWTM-Neubau die Freiburger Klimaschutzkriterien erfüllt – und zwar heute und nicht erst 2050.“ Die im Wirtschaftsverband 100 Prozent Erneuerbare Energien verbundenen Unternehmen zeigen dem Finanzbürgermeister und dem Wirtschaftsförderer Freiburgs gerne auf, warum und wie sich energieeffizientes Bauen wirtschaftlich rechnet.

Antwort Neideck Anfrage Grüne 27-07-2015 KopfbauMesseEnergiestandard:

Download (PDF, 131KB)

Antrag Grüne et al FWTM-Kopfbau GR 28-07-2015:

Download (PDF, 128KB)

Veröffentlicht in “Der Sonntag” 2. August 2015:

Kritik FWTM Neubau

Newsletter Juni 2015

Liebe Mitglieder und Freunde des Wirtschaftsverbands 100 Prozent,

aus Sicht der Erneuerbaren Energiewirtschaft läuft momentan vieles falsch. Beim Klimawandel, bei der Bekämpfung des Klimawandels und bei der Energiepreisentwicklung geht der Trend in die falsche Richtung. Die besorgniserregenden Entwicklungen und die Gründe dafür sind wirtschaftlicher und ökologischer Natur. Letztlich hängt es an den politischen Rahmenbedingungen in Deutschland und der Welt, dass weder Ökonomie noch Ökologie funktionieren. Einen möglichen wirtschaftlichen Lösungsansatz haben wir verbandsintern diskutiert, viel Vergnügen beim Lesen dieser und der anderen News…weiterlesen

Inhalt

  • Editorial
  • Aktuelles
  • GETEC und Intersolar 2015
  • Bericht von der Energietour 2-2015 Energetische Abfallnutzung
  • Bericht vom Netzwerkabend am 12. Juni
  • Neumitglied MM Energiesysteme
  • Termine

 

Bericht von der ersten Energietour 2015:

Intelligente Effizienz rund um unsere Lebensmittel am 24. März

Die Startexkursion des Jahres 2015 beschäftigte sich intensiv mit dem Thema “Energie im Lebensmittelhandwerk – intelligente Effizienz rund um unsere Lebensmittel“. Das Lebensmittelhandwerk zählt teils zum sehr energieintensiven produzierenden Gewerbe, mit zwei Metzgern und einer Großbäckerei haben wir drei innovative Unternehmen aus der Region besucht. Die 30 Teilnehmer dieser Energietour waren bunt gemischt: Energieberater und Ingenieure, aber auch Vertreter von Handwerksbetrieben, Energieversorgern und Behörden waren interessiert.

Foto: badenova

Foto: badenova

Zunächst ging es zur Metzgerei Reichenbach im Glottertal, wo von der Schlachtung bis zum Verkauf alles unter einem Dach abläuft. Der Chef selbst erläuterte den gesamten Produktionsprozess und führte die hygienisch ausstaffierte und desinfizierte Gruppe durchs Unternehmen. Assistiert wurde er vom Energieberater des Unternehmens, der die energetischen Besonderheiten erklärte: Der Schwerpunkt der Energieeffizienz liegt bei Reichenbach in der umweltfreundlichen Kälteerzeugung und der geschickten Nutzung anfallender Wärme, die z.B. beim Abtauen der Verdampfer in den gekühlten Räumen hilft.

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Foto: badenova

Die Kälteanlage arbeitet mit natürlichen Kältemitteln (Sole); sie wurde als Modellanlage von der Bundesstiftung Umwelt gefördert. Die gesamte Anlagentechnik wird auf die verschiedenen Arbeitsprozesse und das Lastmanagement abgestimmt, so dass ein intelligentes und effizientes Energiesystem entstanden ist. Dieses wird hydraulisch austariert und ist – beispielsweise durch ein BHKW – bei Bedarf erweiterbar.

Eine andere Strategie fährt die Metzgerei Linder, die ebenfalls aus dem Glottertal stammt und aus der Region für die Region Fleischwaren produziert. Das neugebaute Betriebsgebäude in Denzlingen verfügt bis auf die Schlachtung auf die gleichen Räumlichkeiten: Verarbeitungsräume, Räucherei, Kühlräume, Verpackung und Verkaufsräume. Die erst kürzlich in Betrieb genommene zweite Station unserer Energietour wurde als energieeffizientes Produktionsgebäude konzipiert. Herr Linder Junior und sein Energieberater stellten das ausgeklügelte Energiekonzept von der Planung bis zur Realisierung im Detail vor: Viel selbst erzeugter PV-Strom vom Dach (Ost-West-Ausrichtung) bildet in Kombination mit einem großen Lithium-Ionen-Speicher und einem intelligenten Lastmanagement sowie einem hocheffizienten Wärme-Kälte-Kreislauf das Rückgrat dieses Systems. Der selbst erzeugte Solarstrom kann so zu 80 % eigengenutzt werden.

Den besten Beweis dafür, dass die umgesetzten Effizienzmaßnahmen greifen, lieferte bei beiden Metzgereien die geringfügige Zunahme des Energieverbrauchs trotz immenser Steigerung des Produktionsvolumens und der Arbeitsflächen.

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Foto: badenova

Die dritte und abschließende Station der Energietour war die Großbäckerei der Schwarzwalbrot-Gruppe in Neuenburg. Dort empfing uns der Energiemanager Herr Seywald, der auch Technischer Leiter der Produktionsstätte ist. Zertifizierung eines energieintensiven Betriebs nach ISO 50001 und damit die Einführung eines Energiemanagements und die energetische Optimierung der Produktionsprozesse der Schwarzwaldbrot GmbH bildeten den Kern seiner Erläuterungen und der Werksführung. Von der Beleuchtung bis zur Abwärmenutzung der Öfen wurden den Teilnehmern viele Einzelaspekte vor Augen geführt. Die vom Energiemanager berichteten Erfahrungen, Erfolge und Ziele machten deutlich, dass das Verhalten der Mitarbeiter von entscheidender Bedeutung ist. Klar wurde aber auch, dass das Thema Energieeffizienz in einem hoch technisierten und komplexen Produktionsprozess in Konkurrenz zur Optimierung von Betriebsabläufen stehen kann.

 

Energietouren-Regionale Wendepunkte

Newsletter Februar 2015

Liebe Mitglieder und Freunde des Wirtschaftsverbands 100 Prozent,

viele schlechte Nachrichten erreichen uns in diesen Tagen, insbesondere aus der Solarregion Freiburg: Der französische Soitec-Konzern hat den Ausstieg aus der Solarsparte angekündigt (mit der am ISE entwickelten Technologie wurden unter dem Namen Concentrix Konzentrator-Photovoltaik-Zellen in Freiburg produziert); die Freiburger Solarfabrik befindet sich seit dem 2. Februar im Insolvenzverfahren; und auch das Jahr für Jahr stetig wachsende Fraunhofer ISE muss auf den Rückgang von Forschungsaufträgen aus der Industrie reagieren, indem eine „Phase der Konsolidierung“ (Eicke Weber) bei der Mitarbeiterentwicklung eingeleitet wurde.

Die Solarbranche verliert regional Arbeitsplätze – wir haben seit 2012 davor gewarnt. Denn nun erleben wir die traurigen Folgen der EEG-Novellierungen 2012 und 2014. Diese Entwicklung ist nicht vom Himmel gefallen, sondern die logische Folge der Gängelung der deutschen Solar-Wirtschaft durch die Bundespolitik. Deutschland ist bei den Neuinstallationen von PV-Anlagen weltweit auf den fünften Platz zurückgefallen. Nicht nur China, die USA und Japan liegen inzwischen vor der BRD, selbst Großbritannien hat uns überholt. Statt die deutschen Investitionen in die Solartechnik mit einer zukunftsorientierten Industriepolitik abzusichern und jetzt weltweit zu ernten, was man gesät hat, reguliert die Bundesregierung den PV-Ausbau zu Tode…weiterlesen

Der Wirtschaftsverband auf der GETEC

Gemeinsam mit den Verbandsmitgliedern Energy Consulting Christian Meyer, die GLS GETECBank Freiburg, ENERGOSSA und das Solar Info Center – Center Service ist der Wirtschaftsverband 100 Prozent Erneuerbare Energien Regio Freiburg auch dieses Jahr auf der Gebäude.Energie.Technik Messe vertreten. Besuchen Sie uns am Stand Nr. 2.5.85 in Halle 2.

Zur aktuellen Pressemitteilung

 

Newsletter Dezember 2014

Liebe wahre Unterstützer und Antreiber der regionalen Energiewende, liebe Klimaschutzfreunde,
„Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.“ Dieser bekannte Spruch trifft auf die deutsche Energiewende zu wie kaum ein anderer. Sie hat viele echte Freunde und leider auch viele falsche.

Zu letzteren gehören zwei hochrangige Vertreter der Bundesregierung, die vor kurzem in Freiburg waren: Zur Feier des 65. Geburtstags unseres Kurators Eicke Weber Ende Oktober war der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Rainer Baake im Konzerthaus; einige Tage später redete Peter Altmaier, der ehemalige Bundesumweltminister und jetzige Kanzleramtsminister, auf dem badenova-Zukunftsforum in Merzhausen…weiterlesen

Kein Geld für Atom – Stoppt Brüssel!

Der Wirtschaftsverband 100 Prozent unterstützt die Kampagne „Kein Geld für Atom – stoppt Brüssel!“ seines Gründungsmitglieds und Gesellschafters Elektrizitätswerke Schönau eG (EWS) und ruft alle EU-Bürgerinnen und EU-Bürger dazu auf, die Kampagne persönlich zu unterstützen.

Der Protest richtet sich gegen die Entscheidung der alten EU-Kommission im Oktober 2014, der britischen Regierung eine Ausnahmegenehmigung zur Atombeihilfe zu erteilen. Die neue EU-Kommission wird aufgefordert, diese auch aus unserer Sicht skandalöse Entscheidung zurückzunehmen. Weitere Informationen und Kommentare dazu finden Sie in unserem Oktober-Newsletter und bei der EWS (s.u.).

Machen Sie mit!
Der Energiekonzern Electricité de France (EdF) will im englischen Hinkley Point eines der größten Atomkraftwerke der Welt bauen. Finanzierbar ist das Projekt aber nur mit massiven Subventionen durch die britische Regierung, die klar gegen EU-Wettbewerbsrecht verstoßen. Die vorhergehende EU-Kommission hat in ihrer vorletzten Sitzung diese Atombeihilfen genehmigt.

Diese skandalöse Entscheidung öffnet dem Bau neuer Atomkraftwerke in Europa Tür und Tor. Die österreichische Regierung will beim Europäischen Gerichtshof dagegen klagen, die EWS haben direkt bei der EU-Kommission Beschwerde eingelegt.

Doch nur wenn der Druck der Bürgerinnen und Bürger höher wird als der Einfluss der Atomlobby, können wir die neu ernannte EU-Kommission dazu bewegen, die Fehlentscheidung zurückzunehmen. Der Beschwerdeweg steht jeder EU-Bürgerin und jedem EU-Bürger offen und ist ohne Kostenfolgen. Schließen Sie sich unserer Beschwerde an – oder formulieren Sie eine eigene Beschwerde –  und fordern Sie mit uns: Kein Geld für Atom – Stoppt Brüssel! (Hintergrundinformationen zur Kampagne)


 

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Neu: Stellenbörse

Wir möchten Sie auf unser neues Serviceangebot für unsere Verbandsmitglieder aufmerksam machen. Auf unserer Webseite haben wir eine Stellenbörse eingerichtet. Hier stellen wir zukünftig gerne Stellenangebote unserer Verbandsmitglieder ein:

http://www.wee100prozent.de/jobboerse/

Stellensuchende, die eine berufliche Aufgabe im Bereich der Energiewende suchen, bieten wir an, Ihre Lebensläufe in einem internen Job-Newsletter an unsere Verbandsmitglieder zu senden.

Newsletter Oktober 2014

Liebe Unterstützer und Antreiber der regionalen Energiewende, liebe Klimaschutzfreunde,

ein paar Überschriften aus dem IWR-Energienewsletter der vorletzten Woche beleuchten schlaglichtartig die Lage: EEG-Umlage sinkt – Strompreise steigen dennoch; EU: Oettinger-Studie deckt Vorteile für Erneuerbare Energien auf; Bundesregierung verfehlt KWK-Ziel; Atomausstieg: Vattenfall verklagt Bundesregierung auf Milliarden; Ende der Wüstenstrom-Idee? Desertec-Gesellschaft zerbricht; AKW-Subventionen: Hinkley Point C wird teurer als bisher bekannt; Nichtigkeitsklage: Bundestag lehnt Antrag zu AKW Hinkley Point C ab. Weiterlesen…

50 Jahre für die Energiewende

Fünf Pioniere feierten gemeinsam Jubiläum und ließen sich als Wegbereiter der regionalen Energiewende feiern.

Zusammen mit vier Unternehmen aus dem Haus feierte das Solar Info Center (Geschäftsführer SIC GmbH Rolf Buschmann) am Freitag, den 26. September 2014, sein zehnjähriges Bestehen als Kompetenzzentrum für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

Die Energieagentur Regio Freiburg (Geschäftsführer Rainer Schüle) und das Ingenieurbüro solares bauen GmbH (Geschäftsführer Martin Ufheil) blickten auf jeweils 15 Jahre erfolgreiche Jahre zurück. Die jüngsten Jubilare waren der Wirtschaftsverband 100 Prozent Erneuerbare Energien Regio Freiburg (Geschäftsführer Per Klabundt) und das Beratungs- und Planungsbüro endura kommunal (Geschäftsführer Rolf Pfeifer); beide begingen ihr fünfjähriges Geschäftsjubiläum.

SIC-Center Manager Per Klabundt begrüßte die 200 Gäste – darunter die Landtagsabgeordneten Gabi Rolland, Christoph Bayer, Dr. Thorsten Radensleben (badenova AG) und viele Bürgermeister der Region. Dann würdigten der Emmendinger Landtagsabgeordnete Alexander Schoch, Freiburgs Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik, Prof. Rainer Grießhammer (Ökoinstitut) und Prof. Eicke Weber (Fraunhofer ISE) die Jubilare als Pioniere und das Solar Info Center als Institution der regionalen Energiewende.

Nach den Grußworten und dem anschließenden Sektempfang wurde der Abend bis tief in die Nacht zum Feiern genutzt. Mit einem unterhaltsamen Kurzvortragsprogramm beleuchteten die Jubilare und das Fraunhofer ISE als größter Mieter im SIC verschiedene Aspekte der regionalen Energiewende. Testfahrten mit dem eSmart-Firmenwagen von endura kommunal, der von solares bauen gesponsorte Live-Auftritt der Trommel- und Tanzgruppe Afrikaba und als Abschluss die Disco-Tanzfläche boten Unterhaltung und Gelegenheiten, aktiv mitzufeiern. Für das leibliche Wohl sorgten die gesamte Feier über Reinhard Jäcksch und sein Team vom Solar Casino im SIC.

Von links: Rolf Pfeifer (endura kommunal), Rainer Schüle (Energieagentur Regio Freiburg), Martin Ufheil (solares bauen), Per Klabundt (Wirtschaftsverband 100 Prozent), Rolf Buschmann (Solar Info Center). © Center Service SIC

Von links: Rolf Pfeifer (endura kommunal), Rainer Schüle (Energieagentur Regio Freiburg), Martin Ufheil (solares bauen), Per Klabundt (Wirtschaftsverband 100 Prozent), Rolf Buschmann (Solar Info Center). © Center Service SIC

 

 

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Energy for Industries: Neuer Kongress zur nachhaltigen und zukunftssicheren Energieversorgung in Unternehmen

E4I

Am 20. November 2014 findet in Stuttgart erstmals der Kongress Energie for Industries statt – jetzt ist die Programmvorschau online. Der Kongress befasst
sich ausschließlich mit den Perspektiven der zukunftssicheren Energieerzeugung und –
nutzung in Unternehmen. Aus gutem Grund: Angesichts der Unwägbarkeiten auf dem Energiemarkt und steigender Energiepreise wollen immer mehr Unternehmen ihre Energieversorgung wieder stärker selbst in die Hand nehmen.  Weiterlesen →

Mehr Informationen zur Veranstaltung http://www.energy-for-industries.de/

Sonnensteuer? Nein Danke!

Unterstützen Sie die Campact Aktion!

Diese Woche stimmt der Bundestag über die Sonnensteuer ab. Und es sieht so aus, als ob sich die Auseinandersetzung um die Zukunft der Solarenergie im Süden der Republik entscheidet – in Bayern und Baden-Württemberg. Alle CDU-Bundestagsabgeordneten aus Baden-Württemberg stellten sich vergangene Woche überraschend in einem Brief gegen die Sonnensteuer. Und auch die CSU-Landesgruppe will verhindern, dass der Ausbau der Photovoltaik ausgebremst wird – mit einer EEG-Umlage auf die Erzeugung und den Verbrauch von eigenem Sonnenstrom.

Jetzt hängt alles an den SPD-Abgeordneten aus Bayern und Baden-Württemberg. Wenn sie sich mit den Unions-Abgeordneten verbünden, ist die Sonnensteuer tot. Dafür können wir mit sorgen: Auch auf unseren Druck hin haben sich bereits die SPD-Ministerpräsident/innen vorletzten Freitag im Bundesrat gegen die Sonnensteuer-Pläne der Bundesregierung gestellt.

Diese Chance müssen wir gemeinsam ergreifen! Und das ist unser Plan: Die Süddeutsche Zeitung ist die wichtigste Zeitung in Süddeutschland und wird von vielen SPD-Wähler/innen gelesen. Genau dort wollen wir unseren offenen Brief an die SPD-Abgeordneten aus Bayern und Baden-Württemberg veröffentlichen. Das wird die Abgeordneten nicht kalt lassen.

Die Anzeige kostet mehr als 20.000 Euro. Nach 67 Aktionen zur Energiewende in drei Monaten ist das Kampagnenbudget erschöpft, daher bitten wir Sie um Hilfe. Wenn tausende Menschen aus Bayern und Baden-Württemberg die Kampagne jetzt mit einer Spende unterstützen, bekommen wir das nötige Geld bis Samstag zusammen. Mit 30 Euro helfen Sie enorm!

Klicken Sie hier und spenden Sie für die Anzeige!

Vergangene Woche wurde ein neuer Entwurf für die Sonnensteuer bekannt, der noch schlimmer ist, als der alte: Jetzt sollen selbst Kleinstanlagen auf Einfamilienhäuser nicht mehr von der Zahlung der EEG-Umlage auf solaren Eigenstrom ausgenommen sein. Die Höhe der EEG-Umlage soll zwar von 50 auf 40 Prozent abgesenkt werden – aber auch damit rechnen sich die meisten Solaranlagen nicht mehr. Und Anlagen ohne Eigenstrom-Erzeugung gäbe es dann erst recht nicht mehr. Der derzeit schon einbrechende Ausbau bei der Photovoltaik würde völlig abgewürgt.

 

Doch wir setzen gerade alles in Bewegung, damit Bundesrat und Bundestag die Sonnensteuer stoppen. Beim Bundesrat hatten wir schon Erfolg: Er will, dass statt 40 nur 15 Prozent EEG-Umlage gezahlt werden müssen und Kleinstanlagen komplett befreit sind – das wäre gerade noch akzeptabel. Daher kommt es jetzt auf die Abgeordneten des Bundestags an: Wir sind seit zwei Wochen bundesweit auf Tour und besuchen die für die Entscheidung wichtigsten Abgeordneten in ihren Wahlkreisen. Zusammen mit Campact-Aktiven von vor Ort überreichen wir ihnen jeweils die fast 200.000 Unterschriften unter unseren Appell – und suchen das Gespräch.

 

Mit der klaren Ablehnung der Sonnensteuer durch die CDU/CSU-Abgeordneten in Bayern und Baden-Württemberg ergibt sich jetzt die Chance, den Angriff auf die Solarenergie abzuwehren. Alles hängt jetzt an den SPD-Abgeordneten aus den beiden Bundesländern. Und genau deshalb wollen wir am Samstag unseren offenen Brief an die Abgeordneten mit einer großen Anzeige in der Süddeutschen Zeitung veröffentlichen.

Hintergrund

5-Minuten-Info: Sonnensteuer? Nein Danke!
Campact-Appell

 

Die Energiewende gemeinsam umsetzten

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Die Energiewende beginnt zu Hause. Der neue Online-Leitfaden der Stadt Freiburg ist speziell auf Wohnungseigentümergemeinschaften zugeschnitten und möchte Sie dabei unterstützen, die Energie in Ihrem Haus effizienter zu nutzen oder umweltfreundlich zu erzeugen und dabei Geld zu sparen – mit Solaranlagen, mit Blockheizkraftwerken oder einer energetischen Sanierung.

Sie können sich online informieren und gleich die ersten Schritte umsetzten-für eine gemeinsame Energiewende!

Stadt Freiburg

Der Wirtschaftsverband 100 Prozent freut sich darüber, dass auch viele Mitglieder an diesem regionalem Projekt beteiligt sind.

Deutschland in falscher Richtung unterwegs

In sechs von 28 EU-Ländern steigen die CO2-Emissionen statt zu sinken, u.a. in Deutschland. Deutschland ist in absoluten Zahlen die CO2-Dreckschleuder Europas und wird seiner Vorreiterrolle in Europa nach dem Regierungswechsel im letzten Herbst weiterhin nicht gerecht. Der Klimaschutz gerät immer mehr ins Hintertreffen. Auf das notwendige Gegensteuern der Bundesregierung wartet man bei der Energieeinsparung, bei der Effizienzsteigerung und beim beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien (nicht nur im Strombereich) vergeblich.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der nachfolgenden Meldung:

 Umwelt-Magazin online News

07.05.2014

CO2-Emissionen sinken in der EU, steigen in Deutschland

Während die CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger in der EU insgesamt zwischen 2012 und 2013 um 2,5 Prozent zurückgegangen sind, sind sie in Deutschland um 2 Prozent gestiegen. Das zeigen heute veröffentlichte Schätzungen von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union.

Deutschland bleibt der EU-Mitgliedstaat mit den mit Abstand höchsten CO2-Emissionen in absoluten Zahlen: Sie lagen 2013 bei 760 Millionen Tonnen, gefolgt vom Vereinigten Königreich mit 455 Millionen Tonnen und Frankreich mit 346 Millionen Tonnen.

Neben Deutschland stiegen die CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger zwischen 2012 und 2013 nur noch in Dänemark um plus 6,8 Prozent, in Estland um plus 4,4 Prozent, Portugal plus 3,6 Prozent, Frankreich plus 0,6 Prozent und Polen plus 0,3 Prozent. In allen anderen der 28 EU-Staaten sind sie gesunken.

© SPRINGER-VDI-VERLAG 2014/http://www.umweltmagazin.de/umwelt/news.php?data[category_id]=111&data[article_id]=78609

Freiburg! Auf nach Berlin zur Demo: Energiewende verteidigen – per Stadt, Land, Fluss

Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom!

Die Energiewende ist in Gefahr! Die Regierung will den Zubau der Erneuerbaren Energien mit einem Ausbaudeckel und 10177377_1412332555707130_8191765690351153346_nmassiven Förderkürzungen ausbremsen. Dies ist Klientelpolitik für klimaschädliche Kohlekraftwerke und die angeschlagenen Energiekonzerne. Zudem droht damit eine neue Debatte um längere AKW-Laufzeiten.

Doch noch hat all dies nicht Gesetzeskraft. Wir haben noch Chancen, die Energiewende zu retten: Sowohl SPD als auch CDU/CSU sind jeweils gespalten in Freunde der Energiewende und Interessenvertreter der Konzerne. Und an der Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) sind die Länder beteiligt. Etliche stehen der schwarz-roten Energiepolitik kritisch gegenüber – jetzt müssen sie sich wehren.

Am 10. Mai wird daher mit zehntausenden Menschen in Berlin demonstriert. Gemeinsam wird gefordert, dass die Energiewende nicht ausgebremst wird, der Atomausstieg beschleunigt und der Kohle-Ausstieg eingeleitet wird, Kohle-Tagebaue stillgelegt werden und Gas nicht mittels Fracking gefördert wird. Die Veranstalter fordern die Energieversorgung zu dezentralisieren, zu demokratisieren und in die Hand der Bürger/innen zu legen!

Es wird zu Lande und zu Wasser protestiert. Auf dem Wasser sind viele mit allem was schwimmt unterwegs. Auf dem Land zieht ein großer Demozug durch das Berliner Regierungsviertel und bildet links und rechts der Spree eine bunte Aktionskette. Land- und Wasserdemo treffen zu einem großen Happening zusammen – damit die Energiewende nicht kentert.

Demonstrieren Sie am 10. Mai in Berlin für die Energiewende und gegen Fracking, Kohle- und Atomkraft.

 

Für Freiburg:

Es gibt eine Initiative, einen Bus hier aus der Region für eine Fahrt nach Berlin zu organisieren. Damit diese Möglichkeit, einfach und bequem nach Berlin und wieder zurück zu kommen, realisiert werden kann, möchte ich Euch die entsprechende Info zukommen lassen und Euch bitten, diese umfassend in Eurem Umfeld zu streuen.
Sollte Ihr selbst mit nach Berlin fahren können / wollen, so meldet Euch bitte möglichst schnell.

Reisebus, der am Freitag Abend ab Müllheim und Freiburg nach Berlin fährt und am Samstag Abend wieder zurück. Kosten voraussichtlich: 50,-€
Wer Interesse daran hat, bitte schnellstmöglich melden bei:

fesa e.V.

0761/407361
kuehnrich@fesa.de

https://www.facebook.com/events/861316657217831/

Neufassung EEG 2014

Seit dem 8. April liegt er vor, der Kabinettsentwurf des Erneuerbaren Energien Gesetzes (kurz EEG 2014). Er wird nun im Mai und Juni im Bundestag verhandelt werden. Die im  Bundestag beschlossene Fassung soll dann im Juli den Bundesrat passieren und zum 1. August in Kraft treten. Hier der Gesetzentwurf als Ganzes.

Gegenüber den Referentenentwürfen des EEG 2014 haben sich in Einzelfragen Verbesserungen ergeben, aber die gesamte Stoßrichtung geht weiterhin in Richtung Ausbremsen der Energiewende.

Kabinettsentwurf EEG 2014 08-04-2014

Unsere Demonstration und Kundgebung für die Energiewende war ein voller Erfolg

 (Foto: N. Becker)


(Foto: N. Becker)

Am Samstag, den 22. März, wurde bundesweit ein Signal für die Energiewende gesetzt – so auch in Freiburg. An der von uns und dem fesa e.V. organisierten Veranstaltung nahmen nach Polizeiangaben an der Demonstration vom Stadttheater bis zum Augustiner Platz 2000 Menschen trotz Regenwetters teil. Die engagierten Reden von Ursula Sladek, Prof. Eicke Weber und Dieter Salomon wurden von den Zuhörern mit viel Applaus bedacht. Zahlreiche Meldungen und Artikel – von der Landesschau im SWR-Fernsehen und den Landesnachrichten über Rundfunkbeiträge bis hin zu den Printmedien – berichteten von dem Ereignis. Hier eine Auswahl der Beiträge in einer kleinen Presseschau. Weitere Impressionen von der Demonstration für die Energiewende finden Sie auf der öffentlichen Facebook-Seite “Energiewende beschleunigen”

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Newsletter März 2014

Liebe Mitglieder und Freunde des Unternehmensnetzwerks 100 Prozent,

unter der Energiewende verstehen wir so viel mehr als nur den Strombereich. Seit Monaten versuchen interessierte Kreise – leider inzwischen recht erfolgreich – die politische Debatte auf den angeblich viel zu teuren Ausbau der Erneuerbaren Energien zu verengen. Wir treten nicht nur für den Atomausstieg und einen gemächlichen Ausbau der Erneuerbaren Energien im Strombereich ein. Wir gehen am Samstagmittag auch für Energieeinsparung und Energieeffizienz in Freiburg auf die Straße, auch für nachhaltiges Heizen, Kühlen und Transportieren. Unser Signal an die Politik lautet: Wir wollen die gesamte Energiewende beschleunigen statt sie abzubremsen!

Denn wir verlangen als Bürgerinnen und Bürger eine saubere, sichere und bezahlbare Energieversorgung. Wir fordern eine bürgernahe, verantwortbare und dezentrale Energieerzeugung!

Die Große Koalition plant die Energiewende auszubremsen. Wir lehnen die Pläne der Bundesregierung insbesondere zur Neufassung des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG 2014) ab, weil sie klimafeindlich, ungerecht und ein volkswirtschaftlicher Irrweg sind. Ursula Sladek, Prof. Eicke Weber und Oberbürgermeister Dieter Salomon werden auf unserer Kundgebung im Anschluss an die Demonstration sprechen: für die Bürger-Energiewende, für die bedrohten zukunftsfähigen Arbeitsplätze in Südbaden, für den Klimaschutz.

Aktuelle Infos finden Sie unter www.facebook.com/energiewende.beschleunigen.

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Demo für die Energiewende

Demo Aufruf Face

Freiburg 22. März, 12 Uhr
Treffpunkt Theater/Platz der Alten Synagoge
Abschlusskundgebung auf dem Augustiner Platz ab 13 Uhr
Mit Ursula Sladek (EWS Schönau), Eicke Weber (Fraunhofer
ISE), Dieter Salomon
Die Energiewende beschleunigen statt abbremsen!

Wir wollen eine saubere, sichere und bezahlbare Energieversorgung. Wir fordern eine bürgernahe, verantwortbare und dezentrale Energieerzeugung! Das bietet nur der rasche Ausbau der Erneuerbaren Energien vor Ort bei gleichzeitiger konsequenter Energieeinsparung und Energieeffizienz! Wir fordern 100 % Erneuerbare und den raschen Ausstieg aus Kohle, Erdöl und Atomkraft. Die Große Koalition plant die Energiewende auszubremsen. Wir lehnen die Pläne der Bundesregierung insbesondere zur Neufassung des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG 2014) ab, weil sie

– klimafeindlich
– ungerecht
– und ein volkswirtschaftlicher Irrweg
sind und die Bürger-Energiewende behindern.
Tausende von zukunftsfähigen Arbeitsplätzen auch in Südbaden sind bedroht. Der Kampf ums Öl bedroht den Frieden in der Welt. Der Klimawandel stürzt bereits heute Millionen Menschen in bittere Not. Das Aktionsbündnis „Energiewende beschleunigen“ wird als Veranstalter bislang von folgenden Gruppen unterstützt: fesa e.V., WEE 100%, Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen Freiburg, Solarbürgergenossenschaft, BUND, Solares Bauen, Energieagentur Regio Freiburg, Unternehmensgrün, NABU, Fraunhofer ISE, attac, Unabhängige Frauen Freiburg, VCD Freiburg, Fraktion Unabhängige Liste Freiburg, Ecotrinoca und Klimabündnis Freiburg.

Mehr Infos gibt es hier:
http://www.solarregion.net/kalender/energiewende-demo-freiburg
und hier: https://www.facebook.com/energiewende.beschleunigen
Zur bundesweiten Demo in den Landeshauptstädten finden Sie hier
Informationen: http://energiewende-demo.de/

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EEG-Reform ja bitte, aber sinnvoll

Appell

Die Pläne der Großen Koalition zur Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes lehnen wir ab. Diese Vorschläge sind schädlich, klimafeindlich und ungerecht – zudem gefährden sie viele Arbeitsplätze in der Region. Unsere Gegenvorschläge haben wir zusammen mit anderen Akteuren aus der Region in einem Appell zusammengefasst. Lesen Sie bitte hier, wie die Energiewende als Erfolgsgeschichte weiterentwickelt werden kann.

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Bisherige Ausgaben

 

 

Unser Kommentar zu Gabriels Eckpunktepapier zur EEG-Reform

Vizekanzler Sigmar Gabriel setzt die Energiewende aufs Spiel. Mit seinen Vorschlägen zur “Energiewende 2.0” will Gabriel nach eigenen Angaben die “Kosteneffizienz” beim weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien im Strombereich steigern. Das volkswirtschaftliche Gegenteil wird eintreten, sollten die Vorschläge des Energieministers verwirklicht werden.Gabriels “Reform” des EEG setzt an den falschen Punkten an und ist aus unser Sicht “das Ausbremsen der Energiewende 2.0”.

Lesen Sie die Eckpunkte und Kommentare dazu, die in unserem Sinne argumentieren.

Gabriel Eckpunktepapier 17-01-2014

Artikel Neue Energie zu Gabriels Eckpunktepapier 20-01-2014

Maslaton Kommentar zu Gabriels Eckpunktepapier 21-01-2014

Verbändepapier Energiewende 27-01-2014

Szenario-Analyse Nitsch für BEE Langfassung 31-01-2014

 

Wessen Interessen vertritt eigentlich die IHK Südlicher Oberrhein?

Pressemitteilung Freiburg, 15. Januar 2014

Der Wirtschaftsverband 100 Prozent Erneuerbare Energien Regio Freiburg verurteilt die Angriffe von IHK-Präsident Steffen Auer gegen die Erneuerbaren Energien scharf. In unseliger Nachfolge seines Amtsvorgängers Karlhubert Dischinger begrüßte Auer das Ausbremsen der Energiewende im Stromsektor durch die alte und die neue Bundesregierung. Den Verlust von Arbeitsplätzen in der regionalen Erneuerbaren Energiewirtschaft erwähnte der Präsident mit keinem Wort.

Der WEE 100 % fordert die IHK Südlicher Oberrhein auf, endlich die Interessen der mittelständischen südbadischen Unternehmen zu erkennen und zu vertreten. Vorbild sollte hier die Handwerkskammer Freiburg sein, die seit vielen Jahren die wirtschaftlichen Vorteile der regionalen Energiewende klar benennt.

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Medienecho

 

 

 

Große Koalition bedroht die Energiewende!

Sehr geehrte Akteure der regionalen Energiewende,

die sich in den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD abzeichnende zukünftige deutsche Energiepolitik bedeutet nichts Gutes für die Energiewende (s. das aktuelle Arbeitspapier der Arbeitsgruppe Energie vom 9. November). Mit einem Appell verschiedener Bundesverbände – nicht zuletzt des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE) – versuchen die Träger und Freunde der Energiewende der Ökonomie, dem Klima- und Umweltschutz sowie der Bürgergesellschaft eine Stimme zu geben für eine konsequente, dynamische, gerechte und soziale Energiewende.

Wir unterstützen diesen Aufruf als Wirtschaftsverband 100 Prozent Erneuerbare Energien Regio Freiburg, weil wir wissen:
1. Das Tempo der Energiewende muss beschleunigt werden und nicht abgebremst.
2. Es geht nicht um eine Integration der Erneuerbaren Energien ins bestehende Versorgungssystem, sondern um eine Transformation des gesamten Energiesystems.
3. Volkswirtschaftlich profitiert Deutschland von einer raschen und konsequenten Energiewende. Jedes Abbremsen der Energiewende führt zu höheren Kosten.

Sonnige Grüße,

Per Klabundt

Arbeitspapier Koalitionsverhandlungen Energiepolitik

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Appell BEE ua Stimmen für Energiewende

Download (PDF, 394KB)

BWE zu Koalitionsverhandlungen

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Aufruf zur Energiewende Demonstration am 30.11.2013:

http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/energiewende-demo.html

 

 

Newsletter Oktober 2013

Liebe Mitglieder und Freunde des Unternehmensnetzwerks 100 Prozent,

die Diskussion zur Energiewende verengt sich auch in diesen Tagen einmal mehr nur auf den stromseitigen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Dabei wird nicht zuletzt von (Noch-)Umweltminister Altmaier der Eindruck erweckt, dass der Ausbau viel zu schnell vonstattenginge und man diesen abbremsen müsse.

Wir verstehen unter Energiewende mehr als den Atomausstieg und den gemächlichen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Energieeinsparung und Energieeffizienz bei der Herstellung von Wärme, Antriebsenergie und Strom und bei der Nutzung dieser Energieformen wurden in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt. Die alte Bundesregierung hat deshalb auch alle selbstgesteckten Ziele in den Bereichen Energieeinsparung und Energieeffizienz verfehlt.
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Sondernewsletter zur Bundestagswahl 2013

Liebe Freunde und Verfechter der Energiewende vor Ort,

es geht bei der Bundestagswahl am 22. September um viele Themen. Es gibt jedoch meines Erachtenskaum ein anderes Feld, das international so entscheidend ist wie die deutsche Energiepolitik. Der Weg, den die nächste Bundesregierung in der Energiepolitik einschlägt – Fortführung und rasche Umsetzung der Energiewende oder Blockade der Energiewende – wird auch global von kaum zu überschätzender Bedeutung sein. Deutschland spielt eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung des Klimawandels und bei der Etablierung einer nachhaltigen Entwicklung der Industriestaaten. Entwedernimmt die Bundesrepublik ihre Vorreiterrolle wieder wahr oder sie versagt.

Die Energiefrage ist die alles entscheidende Frage für die zukünftige ökologische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung – in Deutschland und in der ganzen Welt. Auch das so genannte Kanzlerduell am Sonntag hat verdeutlicht, dass der Wirtschaftsverband 100 Prozent und andere fortschrittliche Kräfte noch viel Aufklärungsarbeit und Politikberatung zu leisten haben. Wer die Energiewende zu 100 % will, der hat keine Wahl am 22. September: Es gibt keine Alternative dazu, die ernsthaften Verfechter der Energiewende zu wählen. Die programmatischen Aussagen und Ankündigungen der zur Wahl stehenden Parteien und ihrer Kandidatinnen und Kandidaten sind deutlich genug. Um die Energiewende zu retten, ist eine umfassende Kurskorrektur der jetzigen Regierungspolitik dringend erforderlich, nicht zuletzt um zigtausende Arbeitsplätze zu erhalten. Weder mit einer Fortführung der bisherigen schwarz-gelben Regierung noch mit einer Großen Koalition ist diese Kurskorrektur erreichbar.

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Hintergrundinformation zur Bundestagswahl

Newsletter Juli 2013

Liebe Mitglieder und Freunde des Unternehmensnetzwerks 100 Prozent,

während die Energiewende von Peter Altmaier, Philipp Rösler und ihren Kabinettskollegen Woche für Woche in Frage gestellt und aktiv bekämpft wird, tut sich in der Region Erfreuliches: Der WEE begrüßt die Entscheidung der Region Freiburg, sich zur 100 %-Erneuerbare-Energien-Region zu entwickeln. Nicht zuletzt auf Anregung des Wirtschaftsverbands 100 % Erneuerbare Energien (der das Ziel ja ausdrücklich in seinem Namen führt) hat sich nun die Region Freiburg das 100 %-Ziel bis zum Jahr 2050 gesetzt. Die Region Freiburg ist der 1994 vertraglich fixierte politische Zusammenschluss der Landkreise Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald mit dem Stadtkreis Freiburg und 71 Gemeinden. Die Mitgliederversammlung der Region Freiburg hat Ende Juni ein Positionspapier zur Klimaschutzpolitik verabschiedet und sich darin auf das 100 %-Ziel verpflichtet. Es wurde einstimmig beschlossen, einen Maßnahmenkatalog zu erarbeiten und die Entwicklung zu evaluieren. Aus Sicht unseres Wirtschaftsverbands stehen genug erfahrene Unternehmen vor Ort bereit, dieses Ziel auch deutlich früher zu erreichen.

Alle engagierten Aktivitäten von kommunaler und regionaler Ebene können jedoch von der Bundesebene ausgebremst werden, wenn diese die falschen Rahmenbedingungen setzt. Deshalb ist die Bundestagswahl in knapp 60 Tagen eine Schicksalswahl für die Energiewirtschaft. Es geht um eine Richtungsentscheidung für die deutsche Energiepolitik mit internationaler Bedeutung. Sollte die schwarz-gelbe Bundesregierung im Amt bestätigt werden, dann droht nicht nur die Abschaffung des EEG. Der Wirtschaftsverband 100 Prozent unterstützt den Aufruf von Eurosolar und die folgenden Initiativen: www.energiewende-sichern.de; www.generationenmanifest.de/manifest; www.die-buergerenergiewende.de. Bitte werben auch Sie für den dringend erforderlichen Richtungswechsel. Danke!

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Energiewende in Gefahr?!

Einladungsflyer Podiumsdiskussion Energiepolitik

Podiumsdiskussion zu energiepolitischen Themen mit der Bundestags-Kandidatin und den Bundestags-Kandidaten des Wahlkreises Freiburg

Mittwoch, den 17. Juli, um 19 Uhr im Foyer des Solar-Info-Centers

(Emmy-Noether-Str. 2, Freiburg)

Nach der Bundestagswahl am 22. September werden wichtige energiepolitische Entscheidungen fallen. Anlass für den fesa e.V. und den Wirtschaftsverband 100 Prozent Erneuerbare Energien (WEE 100%) die Kandidatin und die Kandidaten des Wahlkreises Freiburg sowie die Bürgerinnen und Bürger aus der Region zu einer Podiumsdiskussion einzuladen. Kerstin Andreae MdB (Grüne), Gernot Erler MdB (SPD, Sascha Fiek (FDP), Manfred Hettich (in Vertretung des CDU-Kandidaten) und Tobias Pflüger (Linke) werden sich den Fragen stellen. Diana Sträuber (fesa e.V.) und Per Klabundt (WEE 100%) moderieren als überzeugte Vertreter einer regionalen, bürgernahen und dezentralen Energiewende.

Die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) steht nach der Wahl auf der Tagesordnung. Die Energiekonzerne arbeiten mit Hochdruck daran, die Energiewende auszubremsen. Die Erneuerbaren Energien werden als Kostentreiber an den Pranger gestellt. Der Erfolg der Energiewende ist ernsthaft in Gefahr! Entscheidende Weichenstellungen werden nach der Bundestagswahl über den weiteren Verlauf des “deutschen Energiewunders” fallen.

“Warum sollen die Bürger die Kosten tragen, aber nur die vier großen Stromkonzerne die Gewinne einstreichen?” – “Warum bremst die jetzige Bundesregierung in Brüssel Energieeffizienzmaßnahmen?” – “Ist Energie(verschwendung) nicht noch viel zu billig?” Der fesa e.V. und WEE 100% möchten die Kandidatin und die Kandidaten auf Herz und Nieren prüfen – auch für das Publikum besteht reichlich Zeit, eigene Fragen zu stellen.

Kerstin Andreae MdB (Grüne), Gernot Erler MdB (SPD), Sascha Fiek (FDP), Manfred Hettich (in Vertretung, CDU) und Tobias Pflüger (Linke) werden die energiepolitischen Positionen ihrer Parteien darstellen, aber auch Anregungen und Kritik aus der Bevölkerung mit nach Berlin nehmen. “Politik ist keine Einbahnstraße”, meint Diana Sträuber vom fesa e.V. “Wir bieten an diesem Abend der Politik sowie den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich darüber auseinanderzusetzen, wohin die energiepolitische Reise gehen soll.” Per Klabundt von WEE 100% ergänzt: “Die Energiepolitik steht wegen ihrer zentralen wirtschaftlichen, klimaschutzpolitischen und gesellschaftlichen Bedeutung zurecht im Zentrum der politischen Debatte. Es geht hier um wichtige Weichenstellungen mit internationalem Wirkungsgrad aber auch sehr hohem Einfluss auf die regionale Entwicklung.”

Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen zu einem Abend mit angeregten Diskussionen. Für Getränke zu einem gemütlichen Ausklang ist gesorgt. Ideelle Unterstützer der Veranstaltung sind der BUND Südlicher Oberrhein, ECOTRINOVA e.V. und Klimabündnis Freiburg.

Newsletter Frühjahr 2013

Liebe Mitglieder und Freunde des Unternehmensnetzwerks 100 Prozent,

Peter Altmaiers Frontalangriff auf den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien (die so genannte “Strompreisbremse”) ist gerade einmal eine Woche alt und schon kalter Kaffee in der politischen Diskussion. Seine unausgegorenen Vorschläge sind ja auch nur ein sehr durchsichtiges Wahlkampfmanöver.

Das eigentlich Erschreckende an seinem Schnellschuss ist, dass der Bundesumweltminister für Verunsicherung bei Verbrauchern und Investoren sorgt und damit die 400.000 zukunftsfähigen Arbeitsplätze in der Erneuerbaren Energiewirtschaft in Gefahr bringt.

Die möglichst rasche Umsetzung der Energiewende ist der wahre Verbraucherschutz. Denn die Energiewende vor Ort sichert Arbeitsplätze und schafft neue; sie erhöht die regionale Wertschöpfung direkt und indirekt; und nicht zuletzt befreit sie uns von der gefährlichen Abhängigkeit von Atomstrom und fossilien Energieträgern. Dadurch und durch Energieeinsparung und -effizienz bleiben die Energiekosten für die Verbraucher auch zukünftig tragbar. Erneuerbare Energie lässt sich nämlich immer günstiger erzeugen und unser Verbrauch lässt sich drastisch reduzieren.

Warum Peter Altmaier das alles nicht versteht oder verstehen will? Die Wähler werden ihn bei der Bundestagswahl am 22. September hoffentlich eines besseren belehren und ihn abwählen. Das Amt des deutschen Umweltministers verfehlt jeder, der die Energiewende ausbremsen und zu Tode regulieren will – egal ob er Norbert Röttgen, Peter Altmaier oder sonstwie heißt.

Als Verfechter der Erneuerbaren Energien und einer echten sowie umfassenden Energiewende werden wir den Wettstreit im Wahljahr aufnehmen.

Im Bewusstsein, dass wir die besseren Argumente auf unserer Seite haben, verbleibe ich mit sonnigen Grüßen,

Per Klabundt
Geschäftsführer des Wirtschaftsverbands 100 Prozent Erneuerbare Energien

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Pressemitteilung: Altmaiers Wahlkampfgetöse gegen die Energiewende

Peter Altmaiers Vorschläge zum Einfrieren der Energiewende verunsichern Verbraucher und Investoren. Sein durchsichtiger Versuch, die Energiedebatte mit unausgegorenen Versprechungen ins falsche Fahrwasser zu lenken, wird hoffentlich nicht fruchten. Denn letztlich sind 400.000 zukunftsfähige Arbeitsplätze aus der Erneuerbaren Energiewirtschaft in Gefahr – von einem wirksamen Klimaschutz erst gar nicht zu reden.

Was sollen diese in sich nicht stimmigen und nicht abgesprochenen Vorschläge von Bundesumweltminister Altmaier? Seine Vorschläge wird Altmaier nicht umsetzen können; er wird den Strompreis vor der Bundestagswahl im September nicht senken. Sein Pseudoaktionismus hat aus unserer Sicht nur zwei wahltaktische Absichten: Er will die FDP übertrumpfen und er will sich gegenüber Rot-Grün als Verbraucherschützer profilieren.

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Programm des 3. Kongresses Energieautonome Kommunen online

Heute wurde das Programm des 3. Kongresses Energieautonome Kommunen veröffentlicht. Der Kongress im Konzerthaus Freiburg bietet einmal mehr ein breite Palette an Themen rund um die dezentrale Energiewende. Die drei Workshops am ersten Veranstaltungstag beschäftigen sich mit Bürgerbeteiligung, Genossenschaften und Klimaschutzkonzepten. Den Hauptkongresstag eröffnet unter anderem Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker, gefolgt von Best-Practice-Berichten aus Zürich, Schwäbisch Hall und Wiernsheim. Die fünf Foren des Nachmittags befassen sich mit innovativer Nahwärmeversorgung, Speichertechnologien, Bürger-Windprojekten, Quartierskonzepten sowie Bioenergie. Abgerundet wird der Kongress durch vier Exkursionsangebote.

Energietouren 2013

Mit den Energietouren – Regionale Wende punkte möchten wir Fachleuten aber auch Interessierten ausgewählte Leuchtturmprojekte vorstellen, die zeigen, wie Klimaschutz in der Zukunft aussehen kann. Ausgewiesene Experten referieren bei Besichtigungen vor Ort zu den Hintergründen der Projekte. Die Energietouren sollen aber auch viel Raum geben für das persönliche Fachgespräch mit anderen Energiebewegten.

Kommen Sie mit auf Energietour und „begreifen“ Sie Innovationen. Nutzen Sie auch die Chancen, die der Innovationsfonds Klima und Wasserschutz der badenova für neue Ideen und Vorhaben gerade regionalen Unternehmen, Kommunen und Organisationen bietet.

Tour 1: Innovative Beleuchtung
Erhellende Lösungen mit intelligenter Lichttechnik

Tour 2: Windkraft
Bewegung in allen Größenordnungen

Tour 3: Modellhafte Gebäudesanierung
Aus alt mach effizient

Tour 4: Energiemanagement in Planung und Praxis
Mit Konzept zum Effizienzergebnis

Tour 5: Holzvergasung
Alter Energieträger auf neuen Wegen

Die Energietouren werden durch Topreferenten eröffnet und begleitet. Zum Abschluss besteht jeweils die Möglichkeit bei einem kleinen Imbiss ausgiebig neue Kontakte zu knüpfen, alte zu pflegen und gemeinsam innovative Projekte zu entwickeln.
Die Veröffentlichung der Tourtermine mit Programm und Anmeldeformular erfolgt jeweils 4 Wochen vorher. Die Teilnahme ist kostenfrei und für den Transport wird ein Bus zur Verfügung stehen.

Veranstalter: badenova AG & Co KG, Handwerkskammer Freiburg, Strategische Partner – Klimaschutz am Oberrhein e.V., Wirtschaftsverband 100 Prozent Erneuerbare Energien

Newsletter Dezember 2012

Liebe Mitglieder und Freunde des Unternehmensnetzwerks 100 Prozent,

herrscht jetzt bis Herbst 2013 der totale Stillstand der Energiewende? Umweltminister Altmaier hat jedenfalls erklärt, dass er vor der Bundestagswahl in einem Dreivierteljahr keine Möglichkeit sieht, eine Reform des EEG umzusetzen. Das ist insbesondere angesichts der Position seines Kollegen Rösler eine eher tröstliche Botschaft: Denn Stillstand ist immerhin kein Rückschritt. Aber das sehr bewährte EEG muss weiterentwickelt werden und uns läuft klimapolitisch die Zeit davon.

Konsequentes Handeln auf allen Ebenen ist angesagt – auch aus wirtschaftlichen Gründen. Denn vor dem Hintergrund des historisch niedrigen Zinsniveaus und der steigenden Preise für fossile Energieträger rechnen sich Investitionen in Energieeinsparung, Energieeffizienz und den Ausbau der Erneuerbaren Energien immer rascher und immer mehr. Zeit kostet Geld, jede Verzögerung der Energiewende belastet unsere Volkswirtschaft.

Unser nördlicher Nachbar Dänemark macht es Deutschland vor. Dank einer mutigen und durchdachten Energiepolitik befindet sich das kleine Nachbarland tatsächlich erfolgreich auf dem Weg, bis 2050 nicht nur bei der Stromerzeugung, sondern auch im Heizungsbereich, im Verkehr sowie in der gesamten industriellen Produktion klimaneutral zu werden. Dänemark hat sich dieses gesellschaftlich-politische Ziel nicht nur gesetzt, es setzt es auch um (z.B. mit einem sehr hohen Anteil von KWK-Anlagen). Die dänischen Erfolge wurden jetzt offiziell auf dem Klimagipfel in Doha bestätigt. Dänemark nimmt Platz 4 im internationalen Ranking der CO2-Vermeider-Staaten ein. Das ist die internationale Spitzenposition, da die Plätze 1 bis 3 nicht vergeben wurden. Die Bundesrepublik landet übrigens auf Rang 8. Damit sollten wir uns nicht zufrieden geben, sondern uns vielmehr am Spitzenreiter orientieren. Denn wir sind zwar nicht schlecht, aber wir könnten viel besser sein.

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